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Der eigentliche Prinz - Don Ramiro (Gustavo – Martin Sanchez) im grauen Allerweltsanzug verkleidet, überrascht in der besuchten Vormittagsvorstellung mit seinem geschmeidig geführten, strahlenden Tenor. Kristina Wuss für die Deutsche Rossini Gesellschaft
Opera Stabile Horror-Thriller mit Musik Bühnenspuk vom Feinsten mit der "Gespenstersonate"Hamburg - Das Stück hat das Zeug zu einem Horror-Thriller, der manch einschlägigen Hollywood-Streifen alt aussehen ließe: Strindbergs "Gespenstersonate" von 1908, eines der frühesten surrealen Dramen der Theatergeschichte. 1984 hat der Komponist Aribert Reimann dieses Bühnenungetüm, in dem es vor Geistern, Untoten und krächzenden Mumien nur so wimmelt, in eine Kammeroper verwandelt, die dem Original in ihrem makabren Reiz nicht nachsteht. Als Diplominszenierung der Theaterakademie ist Reimanns klingendes Pandämonium derzeit in der Opera stabile zu erleben. Mit ihrer sehenswerten Produktion zieht Regisseurin Sabine Kuhnert die Zuschauer in den Bann. Ständig bleibt das Geschehen kunstvoll in der Schwebe zwischen abgründiger Realität und irrationalem Spuk.Unter der Leitung von Christoph Stöcker intensiviert das höchst engagierte Sängerensemble die Wirkung noch. Allen voran Viktor Lederer als Direktor Hummel, der buchstäblich eine Leiche im Wandschrank hat. Saskia Klumpp verkörpert diese rachedurstige Mumie derart eindringlich, dass nicht nur Hummel das tödliche Grauen überkommt. Auch für den Studenten Arkenholz, mit höhensicherem Tenor gesungen von Gustavo Martín Sánchez, und seine Adele (Frauke-Maria Thalacker) gibt es kein Entrinnen. Dafür sorgt eine dämonische Köchin (Petra Antosch), die am Ende ihren Blutdurst stillt... Herrlich gruselig. Aufführungen: 26., 28.2. sowie 1. und 2.3., jeweils 20 Uhr, Opera stabile C.W. erschienen am 26. Februar 2008 Vollständige Url des Artikels: http://www.abendblatt.de/daten/2008/02/26/852212.html(c) Hamburger Abendblatt
DerWesten - 10.02.2008 http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/staedte/essen/2008/2/10/news-22515120/detail.html Satanische Gesänge neben der Kanzel Essen, 10.02.2008, MARIETTA HÜLSMANN KONZERT. Der Unichor führte in der Erlöserkirche das gewagte Programm "Zwischen Himmel und Hölle" auf. Musikalisch war's aber unangreifbar. Mit einem blanken Po auf der Bühne kann man heute kaum noch jemanden schockieren, mit satanischen Gesängen in einem Gotteshaus aber ebenso wenig. Im Gegenteil: Die rund 500 Zuhörer in der Erlöserkirche applaudierten dem Unichor und seiner Interpretation von "Ave Satani" aus dem Horrorfilm-Klassiker "Das Omen". Eingerahmt von der Kanzel und der Orgel, sangen die rund 100 Choristen "Sei gegrüßt, o Satan". Darf ein Chor das? Dieser Frage widmen sich mehrere Seiten des Programmhefts. Schließlich sei der Konzertabend mit "Zwischen Himmel und Hölle" betitelt und da müsse man beim Teufel anfangen. Vom Fegerfeuer geht's Richtung Himmel. Das Gottesreich ist am Samstag musikalisch durch die "Stabat Mater" von Rossini vertreten. Der Tenor Gustavo Martín-Sánchez fängt den opernhaften Ton des italienischen Komponisten mit seiner Stimme überzeugend ein.
Rezension im Main Echo vom 8. Juli 2002
Tücken des Werks gemeistert
…Brillant goutierte Gustavo Adolfo Martin-Sanchez die kleine aber feine Schwanen-Partie und beflügelte die Imaginationskraft des Zuhörenden…
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